Alle Hundehalter benötigen Sachkenntnis im Umgang mit ihrem Vierbeiner, dazu gehört neben artgerechter Haltung an erster Stelle die richtige Grundausbildung im Gehorsam.

Betroffen sind davon nicht nur die Tiere bestimmter Größen und Rassen, Bedarf besteht bei allen Hunden. Sie dient neben einem besseren Zusammenleben mit dem Menschen auch einem angenehmen Sozialverhalten gegenüber den Artgenossen, Berührungsängste z.B. werden abgebaut, das Tier wird kontrollierbarer und ausgeglichener.

Anders, wie noch vor ca. hundert Jahren, als der Hund fast ausschließlich als Nutztier (Wach- und Schutzhund, Jagdhund, Hütehund) gehalten wurde, ist er heute als Hausgenosse, Freund und Wegbegleiter nicht mehr wegzudenken.

Wie die Lebensbedingungen der Vierbeiner, so hat sich auch die persönliche und öffentliche Anforderung an sie verändert. Das liegt nicht nur an der modernen Einstellung, einen Hund als Familienmitglied zu halten, diverse Vorfälle und Ereignisse geben Anlass, alle Hundehalter aufzurufen, ihrem Hund eine gewissenhafte Erziehung angedeihen zu lassen.
Nicht umsonst wurden in den letzten 10 Jahren strenge Gesetze und Verordnungen erlassen, leider werden diese fast ausschließlich bei bestimmten Hunderassen angewendet, die gewissen Kategorien zugeordnet wurden.

Viele Menschen holen sich einen Hund ins Haus, ohne überhaupt eine Vorstellung davon zu haben, welche Bedürfnisse das Tier hat, oder wie sie artgerecht mit ihrem neuen Hausgenossen umgehen müssen. Besonders die kleineren Rassen, z.B. verschiedene Terrier-Arten, Dackel oder Pudel sowie fast alle Mischlinge werden meist unterschätzt, die wenigsten von diesen Rassen erhalten eine fundierte Erziehung, weil es nicht als notwendig betrachtet wird, "der ist doch klein und tut nichts, ….."!

Stellen Sie sich einmal vor, unsere Kinder gingen nicht mehr zur Schule und es ist den Eltern selbst überlassen, ihrem Kind das Lesen und Schreiben sowie alle anderen Wissengebiete beizubringen. Eine Rückentwicklung zum Mittelalter wäre nicht mehr aufzuhalten! Glücklicherweise gibt es in unserem Land Gesetzte und ausgebildete Lehrer, den wir dies überlassen.

An dieser Stelle sei auch der Tierschutz erwähnt, denn mangelhafte Hundeerziehung ist mit dafür verantwortlich, das die deutschen Tierheime aus allen Nähten platzen und Problemhunde mit so genannten Verhaltensstörungen nicht mehr vermittelt werden können. Die ehemaligen Besitzer dieser Tiere haben ihre Hunde gedankenlos aufwachsen lassen und sie später abgeschoben, als der niedliche Welpe von damals erwachsen wurde und PLÖTZLICH machte, was er wollte.

Das der Hund überhaupt nichts für sein Verhalten kann, wird immer übersehen, er hat sich nur so entwickelt, wie sein Mensch es zugelassen hat, weil dieser eine professionelle Erziehung abgelehnt hat, oder es nicht für notwendig hielt. Vielleicht war es ihm auch zu anstrengend oder oder oder.

Bestraft wird der Hund, obwohl eigentlich der Mensch für sein falsches und egoistisches Verhalten bestraft werden müsste.

Fangen wir jetzt mit dem DENKEN an und HANDELN wir!



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